Titel: 'Die Samuraiprinzessin-Der Spiegel der Göttin'
Autor: Corina Bomann
Verlag: Baumhaus
Reihe: 1/3
Preis: 14,99 €
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Doch die Götter haben längst andere Pläne mit ihr. Sie ist auserwählt worden, um den den Frieden im Königreich wieder herzustellen...
Was fand ich gut?
Die Charaktere! Ganz klar! Tomoe ist ein unglaublich starkes und sympathisches Mädchen. Um ihre Familie zu rächen, nimmt sie so ziemlich alles auf sich. Als sie von den Mönchen im Wald aufgelesen wird, zieht sie ins Kloster und lernt, wie eine Samurai zu kämpfen. Im Gegenzug hilft sie in der Küche aus und putzt das Kloster. Auch die anderen Charaktere wie Hiroshi konnten bei mir punkten.
Richtig gut haben mir auch die Einblicke in die japanische Kultur im 12. Jahrhundert gefallen. Frauen haben einen anderen Stellenwert als heute und dass ein Mädchen im Kloster unterrichtet wird, war eine undenkbare Sache. Allerdings ist Tomoe auch nicht einfach irgendein Mädchen, sie ist die Auserwählte.
Besonders an die Sprache musste ich mich erst einmal gewöhnen, denn sie wirkte sehr "altertümlich" auf mich. Ich muss aber sagen, dass der Stil mir, je mehr ich las, immer besser gefallen hat! Er passt einfach so unheimlich gut.
Und womit konnte ich nicht so besonders warm werden?
Die Geschichte hat mich ehrlich gesagt enttäuscht. Nach den ganzen euphorischen amazon Rezensionen habe ich mehr erwartet, als ich bekommen habe. Es kommt kaum Spannung auf und wenn, dann nur für wenige Seite. Überhaupt hatte ich das Gefühl, dass das Buch gar nicht enden will, obwohl es eigentlich nur um die 300 Seiten hat.
Zunächst geht es hauptsächlich um Tomoes Rachegedanken, dann um ihre Ausbildung im Kloster, dann dreht sich plötzlich alles darum, dass sie auserwählt worden ist, um die drei sogenannten Thron-Insignien zu finden und zu schützen. Sie soll dafür sorgen, dass der wahre Kaiser an die Macht kommt und wieder Frieden im Land herrscht.
Ninjas, Mönche, Samurai, Kloster, Fürsten, Götter, Könige - all das klingt nach Stoff für eine gute Story. Aber dann sind da noch Fuchsfrauen, Geister, Enma, Drachen, Todesdiener und Dämonen. Ein bisschen viel für meinen Geschmack. Das alles gemischt ergab im Fall von der Samuraiprinzessin einen sehr wirren und undurchdachten Mix. Ich hatte das Gefühl, dass die Autorin während sie an dem Buch schrieb, immer weitere tolle Einfälle hatte und dann versucht hat, alles irgendwie miteinander zu kombinieren.
Die erwartete Liebesgeschichte mit dem Fürsten blieb (vorerst?) aus. Ich weiß ehrlich gesagt nicht mal, warum man ihn im Klappentext erwähnt hat. Er spielt nämlich eine seeeehr kleine Rolle.
nana
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